Die Betreuung eines Angehörigen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht nur körperliche und emotionale, sondern auch organisatorische Herausforderungen mit sich bringt. Um die richtige Unterstützung zu gewährleisten, spielen die Pflegestufen eine zentrale Rolle. Sie definieren den individuellen Betreuungsbedarf und helfen dabei, die passenden Betreuungsmaßnahmen zu organisieren. In diesem Blogbeitrag erklären wir, was Pflegestufen sind, wie sie ermittelt werden und warum sie für die häusliche Betreuung so wichtig sind.
Was sind Pflegestufen?
Pflegestufen (auch Pflegegeldstufen genannt) beschreiben den Grad des Betreuungsbedarfs einer Person. Sie dienen als Grundlage für die Bereitstellung von finanziellen Leistungen und anderen Unterstützungsangeboten durch den Staat. Je höher die Pflegestufe, desto größer ist der Bedarf an Unterstützung und somit auch die Höhe der gewährten Leistungen.
Die 7 Pflegestufen in Österreich:
- Stufe: Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden pro Monat.
- Stufe: Pflegebedarf von mehr als 95 Stunden pro Monat.
- Stufe: Pflegebedarf von mehr als 120 Stunden pro Monat.
- Stufe: Pflegebedarf von mehr als 160 Stunden pro Monat.
- Stufe: Pflegebedarf von mehr als 180 Stunden pro Monat, wenn außergewöhnliche Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind.
- Stufe: Pflegebedarf von mehr als 180 Stunden pro Monat, bei denen kontinuierliche Betreuung notwendig ist.
- Stufe: Pflegebedarf von mehr als 180 Stunden pro Monat, wenn die Person dauerhaft bettlägerig oder vollständig auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Wie wird die Pflegestufe ermittelt?
Die Einstufung in eine Pflegestufe erfolgt durch fachpflegeriche bzw. medizinische Gutachter*innen im Auftrag der zuständigen Behörden (z. B. Pensionsversicherung oder Sozialversicherungsträger).
Ablauf der Begutachtung:
- Antragstellung: Der Antrag auf Pflegegeld wird bei der zuständigen Behörde gestellt.
- Begutachtung: Ein/e Gutachter*in besucht die betreuungsbedürftige Person zu Hause und bewertet den Betreuungsbedarf. Dabei werden Faktoren wie Mobilität, Ernährung, Körperpflege und medizinische Versorgung berücksichtigt.
- Zuteilung der Pflegestufe: Basierend auf der Begutachtung wird die Pflegestufe festgelegt und die Höhe des Pflegegelds bestimmt.
Warum sind Pflegestufen wichtig für die häusliche Betreuung?
Die Einstufung in eine Pflegestufe hat direkten Einfluss auf die Art und Weise, wie die Betreuung organisiert wird:
- Finanzielle Unterstützung: Das Pflegegeld hilft Familien, die Kosten für Hilfsmittel, Betreuungskräfte oder Umbauten im Zuhause zu decken.
- Individuelle Betreuung: Die Pflegestufe gibt Aufschluss über den genauen Bedarf und hilft dabei, eine maßgeschneiderte Betreuung zu planen.
- Orientierung für Betreuungskräfte: Betreuungskräfte können anhand der Pflegestufe die nötigen Maßnahmen und den zeitlichen Aufwand besser einschätzen.
- Zugang zu zusätzlichen Leistungen: Ab bestimmten Pflegestufen stehen weitere Unterstützungsangebote wie zur Verfügung.
Fazit
Die Einstufung in eine konkrete Pflegestufe ist ein wichtiger Schritt, um die notwendige Unterstützung für betreuungsbedürftige Menschen sicherzustellen. Sie bietet eine klare Orientierung für Angehörige, Betreuungskräfte und Betroffene selbst. Mit Pflegeheld an Ihrer Seite sind Sie mit jeder Pflegestufe bestens betreut. Unabhängig von der Pflegestufe ist es unser Ziel, Senior*innen ein würdevolles Leben in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen. Unsere Pflegeheld*innen sind darauf spezialisiert, individuell auf die Bedürfnisse Ihrer Liebsten einzugehen – von kleinen Unterstützungstätigkeiten bis hin zur umfassenden Betreuung. Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere Dienstleistungen zu erfahren und wie wir Sie auf dem Weg zur optimalen Betreuung unterstützen können.